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Landschaftsplan Sundern "Privat vor Staat"

In der letzten Kreistagssitzung wurde der Landschaftsplan Sundern beschlossen. In der CDU-Fraktion befassten sich intensiv der Ausschussvorsitzende Willy Willmes, Gerd Hafner und Paul Nöke mit dem Thema.  

Hierzu der Redebeitrag von Willy Willmes in der Kreistagssitzung am 20.10.2017:

Der Landschaftsplan Sundern hat eine längere Geschichte.
Der erste Plan wurde 2015 in den Kreistag eingebracht – dieser Plan griff stark in die Eigentumsrechte der Waldbesitzer ein, legte von oben fest, statt gemeinsam einen Konsens mit den Waldeigentümern herbei zu führen.
Damals hatten wohl einige Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde ihr grünes Herz zu weit geöffnet und in ihrem Regulierungseifer den Herrn Remmel noch überholt.


Der Kreistag hat diese Fassung in 2015 nicht verabschiedet und so eine kalte Enteignung der Waldbesitzer verhindert.
Die CDU entwarf gleichzeitig eine Resolution für eine wirtschaftlich orientierte Forstwirtschaft unter Berücksichtigung des Naturschutzes und der Interessen der Waldbesitzer. Dieses Papier schlug erst einmal hohe Wellen und schaffte es in Rekordzeit bis nach Düsseldorf.
Im Frühjahr 2016 fand dann ein Gespräch mit Vertretern des Ministeriums, des Regierungspräsidenten, des Landesbetriebes Wald und Holz, des Forstamtes Oberes Sauerland, dem HSK und mir als Vorsitzenden des Umweltausschusses in Meschede statt. Da war einiges aus unserer Resolution falsch verstanden worden. In einem konstruktiven Gespräch wurden die einzelnen Punkte geklärt und ein Konsens erzielt.


Anschließend begannen umfangreiche Einzelgespräche mit dem Forstamt und dem HSK, teilweise einzeln und auch zusammen. Meine Kollegen Paul Nöke und Gerd Haffner haben mich dabei tatkräftig unterstützt.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch ganz herzlich bei den Mitarbeitern des Forstamtes Herrn von der Goltz, Herrn König und auch bei unserem Kreistagskollegen Antonius Vollmer bedanken, sie waren uns eine große Hilfe.
Auch die Mitarbeiter der unteren Landschaftsbehörde haben in vielen Einzelgesprächen mit den Beteiligten gute Lösungen gefunden.


Der jetzt vorliegende Landschaftsplan achtet das Eigentumsrecht. Nach der Devise -  „Privat vor Staat“ -  muss bei einer Ausweitung von NSG Gebieten eine Einigung mit den Waldbesitzern erzielt werden.
- Fordert die öffentliche Hand mehr als den Status quo, muss dafür eine Entschädigung an die Waldbesitzer gezahlt werden.
- Einseitige Festsetzungen von oben nach unten sind nicht mehr möglich.
- 20% Nadelholz ist auch in fast allen NSG Gebieten möglich.


Die im Kapitel 4: „ Forstliche Festsetzungen“  nach langen Verhandlungen getroffenen Vereinbarungen sollten auch die Basis für die jetzt noch anstehenden Landschaftspläne Arnsberg und Meschede sein. Sie bilden eine gute Basis für eine ausgewogene Waldbewirtschaftung.


Zum Schluss weise ich noch auf den Pkt 2.-7 der 2. Öffentlichen Auslegung hin. Dort ist eine Regelung beschrieben, die den Bau von Windrädern auf den markanten Höhenlagen des Sauerlandes regelt.
Ich glaube, mit diesem Landschaftsplan haben wir eine gute Lösung für Sundern gefunden und gleichzeitig eine Basis  für die noch ausstehenden Landschaftspläne gelegt.
Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten hat den Plan in seiner Sitzung am 12.10.2017 einstimmig gebilligt. Jetzt bitte ich auch den Kreistag um Zustimmung.  

Willy Willmes

Vorsitzender Ausschuss Umwelt, Landwirtschaft und Forsten

Die Vorlage:

https://sdoffice.hochsauerlandkreis.de/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.HayIYu8Tq8Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok8KnyIhuGWsHTs4Qm0Le-Ie1CXuCWn4Oi0Lg-IbvDauHTp8To1Ok0HbwHau8Vt6Pi7Kj2GJ/Vorlage_9-829.pdf

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